01.04.2018Alter: 254 Tage

Autor: Kreis-Anzeiger vom 4.4.18

Rubrik: Musik
Osterkonzert 2018

Frühlingsfrische Klänge

Musikabteilung der Eintracht Glauberg präsentiert am 1.4.18 ein abwechslungsreiches Programm


Ein Extra-Bonbon bekamen die Zuschauer serviert mit dem "Recorder Rap" von Ivo Kouwenhoven. Den flotten; von einem gleichmäßigen Rhythmus geprägten Musikstil unterbrachen die Musiker an mehreren Stellen effektvoll mit Klatschen, Jubelrufen und gesungenen Rap-Elementen. Dabei präsentierten die verschiedenen Orchestergruppen der Eintracht Glauberg gemeinsam ein erfrischendes und lebendiges Musikstück, das sie zur Freude des Publikums nochmals wiederholten.

Mit dem "Crown Point March" von Bruce Pearson eröffnete das Vororchester unter Leitung von Vanessa Lang in der bis auf den letzten Platz besetzten Glauberger Turnhalle den Konzertabend, bevor Julian Zinn, Leiter der Musikabteilung, die Gäste begrüßte. Die Jungmusikerinnen Clara Stolte und Alina Fuchs teilten den Zuhörern mit, dass sich "ihr" Orchester aus 19 Jungen und Mädchen zusammensetze und dass sie durch die Schule zur Musik gekommen seien. Im folgenden Stück "Rock to the Max, Mr. Sax"; traten Ann-Kathrin Schmidt, Luk Müller, Isabelle Jureschka und Hanna Mehling mit ihren Instrumenten solistisch in Aktion. Die begeisterten Zuschauer wurden mit der Zugabe "Wenn der Elefant in die Disco geht" belohnt, wobei das jugendliche Orchester das Instrumentenspiel mit trampelnden Füßen und Klatschen unterstrich.

Die Blockflötengruppe mit Dirigentin Anke Grasmück zeigte ihr Können in zwei Gruppen von jeweils sechs Kindern, die erst im Herbst mit dem Musizieren begonnen hatten. Sie spielten unter anderem "Hänschen klein" und "All my loving".
Von nun an führten Kathrin und Janine Schmidt vom Projektorchester durch das Programm. Unter der Leitung von Sina Valentin spielten die Musiker zum Einstieg „Above the World" von Rob Grice. Es folgte das klassische Stück "Bolero", das 1928 an der Pariser Opera uraufgeführt wurde und das der Komponist Maurice Ravel der bekannten Tänzerin Ida Rubinstein widmete. Die verträumten Landschaften Irlands sowie der raue Wind des Meeres waren das Thema der folgenden „Irish Dreams" von Kurt Gäble. Ein weiteres Highlight des Abends bildete das Medley "The best of Glee". "Glee" war eine bekannte US-amerikanische Musical-Comedy-Fernsehserie. Das Medley setzte sich zusammen aus wohlbekannten Liedern der Serie wie beispielsweise „Lean on me" oder „Sweet Caroline".

Schwungvoll eröffnete das Stammorchester mit seinem Dirigenten Richard Soberka den zweiten Teil des Konzerts mit der marschähnlichen Ouvertüre zur Operette "Frau Luna" von Paul Lincke (1899). Noch einmal ging es mit "Lord Tullamore" auf eine wild-romantische Reise nach Irland. "Sehr beliebt ist der Super Mario Klingelton", so leitete Georg Leboterf auf das nächste Instrumentalstück über. Das Nintendo-Spiel "Super Mario Bros." war Ideengeber für das folgende Medley gleichen Namens mit Big Beat und Latin Funk. "Ein fester und beliebter Bestandteil bei den Konzerten der ,Rigispatzen', eine der besten Schweizer Blaskapellen, ist die ,Ein halbes Jahrhundert Polka' von Very Rickenbacher", erklärte Leboterf, bevor das Stammorchester Glauberg diese zu Gehör brachte. „Der 1950 geborene amerikanische Sänger Stevie Wonder prägte die Musikrichtungen Soul, Funk, Pop und Spirituals entscheidend", erklärte Leboterf. Mit dem Medley "Stevie Wonder in Concert", das beispielsweise die bekannten Melodien "I wish" oder "You are the sunshine of my life" beinhaltete, erfreuten die Musiker einmal mehr die Zuhörer. Bei diesem Programmteil überzeugte Lisa Klöppel als Solistin auf dem Saxofon. Vor Beginn des letzten Programmpunkts beschrieb Georg Leboterf ausführlich "die große Trompete", die Posaune oder die Trombone wie sie auch im italienischen genannt wird. Sie war es, die in dem anschließend vom Stammorchester präsentierten Marschpotpourri „76 Trombones" auch die Hauptrolle spielen sollte - eine fabelhafte Show-Nummer für Posaunen. „76 Trombones" stammte aus dem Musical „The Music Man" von Meredith Wilson, das 1962 verfilmt wurde. Mit diesem überaus munteren Marsch fand ein durchweg gelungenes Konzert seinen krönenden Abschluss. Das Publikum dankte mit viel Applaus.