26.11.2016Alter: 4 Jahre

Autor: Frau Eichenauer im Kreis-Anzeiger vom 29.11.2016

Rubrik: Musik
Jahresabschlusskonzert 2016

Eintracht Glauberg und Gäste aus Neuses versprühten Lebensfreude

„Musik vermittelt Schönheit und Lebensfreude." Dieser allgemein gehaltene Satz, am Samstag zum Auftakt des Jahresabschlusskonzertes der Eintracht Glauberg vorgetragen von Moderator Werner Christiansen, einem der drei Vorsitzenden des Vereins, wurde im Verlauf des Abends ganz konkret und eindrucksvoll bestätigt: zunächst durch den Gast aus dem Spessart, den Musikverein Harmonie Neuses, und nach der Pause durch das Glauberger Stammorchester.
Mit sinfonischer Blasmusik, Filmmusik, Big-Band-Sound und internationalen Hits begeisterten beide Ensembles das Publikum in der ausverkauften Turnhalle und kamen erst nach mehreren Zugaben von der Bühne.

Mit „Celtic Voyage" nahm der Neuseser Musikverein unter Leitung von Musikdirektor Harald Krebs die Zuhörer mit einem kraftvollen Auftakt, aber auch stimmungsvoll, melodiös und harmonisch mit auf die Reise. Humorvoll moderiert wurde der Konzertpart des Orchesters aus Neuses von dessen Musiker Rene Thoma, der bei der Ankündigung des nächsten Stückes, „Hornfestival" von Kurt Gäble, näher auf diese Instrumentengruppe einging. Das schöne Stück zeigte mit den beiden Solisten Hermann Oster und Benjamin Sauer melodiös die große Bandbreite des Waldhorns. Anschließend erzählte „The witch and the saint" - „Die Hexe und die Heilige" die dramatische Geschichte zweier Schwestern. Es stellte mit einer Fülle verschiedener, aneinandergereihter Taktarten eine Herausforderung an die Musiker dar, die diese mit Bravour meisterten. Bei „Midnight dreams" von Ton Verhiel kam, untermalt vom groovenden, swingenden Orchester, Paul Lanzerath als Solo-Trompeter zum Einsatz. Er war früher Erster Trompeter der Big Band des Hessischen Rundfunks und spielt nun mit den Neuseser Musikern. Mit „Mars der Medici" beendeten die Gäste ihren Konzertteil, durften aber erst nach Leonhard Cohens „Halleluja" als Zugabe gehen.

Nach der Pause startete das Glauberger Stammorchester fulminant, kraftvoll und rasant mit der Ouvertüre zu „Egmont" von Ludwig van Beethoven den zweiten Teil des Abends. Anschließend präsentierten die 45 Glauberger Musiker Filmmusik von Karel Svoboda aus dem über 40 Jahre alten Defa-Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" vielschichtig, mit vielen Wechseln, teilweise sehr verspielt oder bedrohlich schnell mit Pauken und Trompeten und mit etlichen solistischen Einlagen. Das Medley „Merry Christmas" entführte die Zuhörer mit amerikanischen Weihnachtsmelodien am Vorabend zum ersten Advent direkt in die Weihnachtszeit. Bei diesem beschwingten Potpourri, bei dem auch Solisten glänzten, durften „White Christmas", „Winter Wonderland", „Jingle Bells" und „We wish you a merry christmas" nicht fehlen. Stimmungsvoll kam der Klassiker „Over the Rainbow" mit Solist Julian Zinn am Saxofon daher. Grandiose Abenteuer und Gänsehaut vermittelte das Orchester mit jedem Ton, jedem Paukenschlag beim mitreißenden und faszinierenden „Pirates of the Caribbean" von Klaus Badelt. Mit dem Medley „Tom Jones in Concert", flott und rasant von allen Abteilungen des Orchesters gespielt, brachten die Musiker einen bunten Streifzug durch die unvergesslichen Hits des britischen Ausnahmemusikers. Das Publikum dankte mit tosendem Applaus und ließ die Musiker erst nach zwei Zugaben, eine von ihnen der berühmte „Florentiner Marsch", von der Bühne. Zuvor aber hatte Julian Zinn den beiden Dirigenten mit Blumen gedankt und sprach allen Helfer Dank aus.