05.04.2015Alter: 4 Jahre

Autor: Andrea Schinzel im Kreis-Anzeiger vom 7.4.15

Rubrik: Musik
Osterkonzert 2015

Musikabteilung der Eintracht Glauberg präsentiert am 5.4.2015 Märsche, Rock und Klassik

Das Osterkonzert der Eintracht Glauberg hatte auch in diesem Jahr wieder einen betont familiären Charakter. Die Jüngsten der Musikabteilung des Vereins, die Blockflötenkinder, feierten ihren großen Auftritt. Das Jugendorchester, das sich neu formiert hatte, gab eine Kostprobe seines Könnens. Erstmals trat in diesem Jahr die „musikalische Spätlese" auf. Dabei handelt es sich um Anfänger und Wiedereinsteiger. Den zweiten Teil des Konzerts bestritt nach der Pause wie gewohnt das Stammorchester mit einer Mischung aus Klassik, Filmmusik, Medleys bekannter Bands und Marschmusik.
Julian Zinn, zweiter Abteilungsleiter Musik, begrüßte die Gäste in der Turnhalle. Den Glauberger Landfrauen, die die Bewirtung am Abend übernahmen, dankte er genauso herzlich wie den Sponsoren, darunter die Familie Berghäuser aus Stockheim und das Gartencenter Christ, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten.

Den musikalischen Auftakt gestaltete das Jugendorchester unter der Leitung von Vanessa Lang, die kurzfristig für Melanie Crone als Dirigentin eingesprungen war. Die jugendlichen Nachwuchsmusiker ließen die Puppen tanzen mit der Muppets-Show. Spanische Klänge folgten mit einem „Danza Espanol". Die Ansagen für die Stücke übernahmen Kathrin und Janine Schmidt, zwei junge Damen aus dem Jugendorchester, die das Publikum hinter die Kulissen der Probenarbeit blicken ließen. Für den flotten „Louie, Louie" mussten offenbar einige Gummibärchen als Bestechung herhalten, wie sie verrieten.
Danach richtete sich alle Aufmerksamkeit auf die Blockflötenkinder, die von Anke Grasmück dirigiert werden. Die Anfänger, seit November an der Flöte, begrüßten den Frühling. Die Fortgeschrittenen spielten „Männlein im Walde" und überzeugten mit „Live is live".

Das Spiritual „Live a Humble" und ein Stück aus der Oper „Granada" gehören inzwischen zum Repertoire der „Spätlese". Die Gruppe besteht seit Spätsommer 2014 und wird von Sina Valentin geleitet. Erst vor knapp einem Jahr machte die Eintracht Werbung für dieses Projekt, das ehemalige Musiker, aber auch dem Jugendalter entwachsene Anfänger an den Instrumenten umwarb, wie Valentin, Abteilungsleiterin Musik, erklärte. Der Einzel- und Gruppenunterricht trägt Früchte, wie der Auftritt beim Osterkonzert zeigte.
Jugendorchester und „Spätlese" spielten gemeinsam die „Westland Ouvertüre" und den „Coconut Song". Zum Abschluss kamen noch einmal die Kinder mit ihren Blockflöten dazu. Zusammen spielten Jung und Alt den „Recorder Rock", den die Besucher mit rauschendem Beifall belohnten.

Das Stammorchester unter der Leitung von Richard Soberka begann mit „Knightsbridge", der Titelmusik einer englischen Radiosendung, die bis in die 1960er Jahre Bestand hatte, wie Georg Leboterf, Musiker im Stammorchester und Moderator der zweiten Hälfte, verriet. Mit der Ouvertüre aus der Oper „Zampa" stellte das Orchester seine Vielseitigkeit unter Beweis. Eine musikalische Reise durch den US-Bundesstaat Oregon unternahmen die Musiker im Anschluss. Filmmusik aus „Brave" mit irischen und keltischen Wurzeln stand danach auf dem Programm, bevor es „Total Toto" hieß. Ohrwürmer der Rockband begeisterten ebenso wie die „Golden Hits" des vielfach ausgezeichneten Bandleaders James Last. Mit dem Radetzky-Marsch wollten sich die Musiker eigentlich verabschieden, doch das Publikum erklatschte sich noch zwei Zugaben. Nach einer böhmischen Polka schenkten sie ihren Zuhörern noch griechischen Wein von Udo Jürgens ein. Erst dann gingen die Lichter in der passend zum Osterfest geschmückten Turnhalle wieder an.